Freiwilligendienste aller Generationen

Der Freiwilligendienst aller Generationen ist eine neue Form des bürgerschaftlichen Engagements. Er ergänzt seit 2009 die bunte Engagementlandschaft in Deutschland um ein Format, das sich durch eine hohe zeitliche Bindung, eine verbindliche Qualifizierung und eine vertragliche Vereinbarung von anderen Formen abgrenzt. Die neue Form verbindet positive Erfahrungen der Jugendfreiwilligendienste mit der notwendigen biografischen Passung für unterschiedliche Altersstufen und Lebenssituationen. Neuen Zielgruppen wird der Einstieg in ein Engagement erleichtert. In Nordrhein-Westfalen sind insbesondere auch Menschen mit Zuwanderungsgeschichte angesprochen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat in 2009 das gleichnamige Programm unter dem Leitmotiv „Engagement schlägt Brücken“ auf den Weg gebracht. Unterstützt wird es vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Was zeichnet den Freiwilligendienst aller Generationen aus?

Das neue Format ist ein Angebot für Menschen, die einen klaren und vereinbarten Rahmen für ihr Engagement bei gleichzeitig hoher Flexibilität suchen. Die Freiwilligen vereinbaren ein Engagement von mehr als acht Stunden in der Woche über ein halbes Jahr und mehr. Wichtiges Qualitätsmerkmal dieser neuen Engagementform ist die Qualifizierung für die Freiwilligen. Sie ist ein integraler Bestandteil.

Bestehende Strukturen des freiwilligen Engagements werden durch das neue Profil des Freiwilligendienstes aller Generationen weiterentwickelt, ausgebaut und miteinander vernetzt.

In jedem Bundesland sind Mobile Teams im Einsatz, die das Programm bundesweit bekannt machen und Kommunen und Träger bei der Einführung des neuen Formats unterstützen. Das Mobile Team Nordrhein-Westfalen informiert, berät und qualifiziert kostenlos interessierte Kommunen und Träger beim Aufbau des Freiwilligendienstes aller Generationen.

Ein besonderes Ziel für Nordrhein-Westfalen ist der Brückenschlag zwischen freiwilligem Engagement und interkultureller Öffnung.

Positive Resonanz
Jürgen Roters

Jürgen Roters

Oberbürgermeister der Stadt Köln
„Ich freue mich, dass der Freiwilligendienst aller Generationen in Köln bereits erfolgreich umgesetzt wird. Die bereits bestehende Vielfalt des Bürgerengagements in unserer Stadt wird dadurch innovativ und zukunftsweisend ergänzt. Deshalb unterstützt die Stadt Köln auch finanziell die Förderung dieses Bürgerengagements. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen eine zunehmende Anonymität insbesondere in den Großstädten beklagen, leisten Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, eine wertvolle und vorbildliche Arbeit: Sie helfen mit, den Bürgerinnen und Bürgern das Leben in der Großstadt lebens- und liebenswert zu machen.“
Franz-Ludwig Blömker

Franz-Ludwig Blömker

Vorstandsmitglied im Städte-Netzwerk NRW e.V.
„Der Neue Freiwilligendienst aller Generationen ist ein ideales Angebot für Bürgerinnen und Bürger, sich in einem verbindlichen Zeitrahmen freiwillig zu engagieren. Das Städtenetzwerk empfiehlt allen Kommunen, die Einführung dieser interessanten Engagementform aktiv zu unterstützen.“
Pfr. Dr. Uwe Becker

Pfr. Dr. Uwe Becker

Vorstandsmitglied der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.
„Freiwilligendienste aller Generationen eröffnen durch ihre Verbindlichkeit neue Einsatzfelder für Ehrenamtliche und erweitern die Angebotspalette der Einrichtungen - ein Gewinn für alle: Für die Nutzer/-innen des Engagements, für die Einrichtungen und für die Ehrenamtlichen.“
Marlies Diedrich

Marlies Diedrich

Freiwillige im ‚Freiwilligendienst aller Generationen’, Centrum für bürgerschaftliches Engagement e.V., Mülheim an der Ruhr
„Ich habe mich für einen Freiwilligendienst aller Generationen entschieden, weil ich mich gerne engagieren und ich etwas Sinnvolles mit meiner freien Zeit anfangen möchte. Drei Tage die Woche bringe ich mich mit meinen Kompetenzen im CBE e.V. ein. Ich habe einen eigenen Aufgabenbereich, trage Verantwortung und werde bei Entscheidungen einbezogen.“
Dr. Joachim Musholt

Dr. Joachim Musholt

Bürgerhaus Bennohaus, Münster
„Wir unterstützen den FDaG, weil nur durch die freiwillige Zusammenarbeit aller Generationen eine soziale Gesellschaft funktionieren kann.“
Anton Verschaeren

Anton Verschaeren

Vorstand DRK-Kreisverband Borken e.V.
„Neben der klassischen Vereinsarbeit mit Ehrenamtlichen, ist Freiwilligendienst aller Generationen eine Form von Bürgerengagement in unserer Gesellschaft, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Aus diesem Grund finde ich es wichtig, diese Form des Gemeinwohls stärker zu beachten. “
Manfred Grunenberg

Manfred Grunenberg

Projektleitender Direktor der Stiftung "Jedem Kind ein Instrument"
„Die Freiwilligendienste aller Generationen sind eine gute Initiative, wenn man große Dinge bewegen will! Wir bieten jedem Kind im Ruhrgebiet die Möglichkeit, in seiner Grundschule ein Instrument zu erlernen. Es ist toll, dass wir dabei durch Freiwillige unterstützt werden. Besonders gut finde ich, dass die Menschen, die sich engagieren, kostenlos Qualifizierungsmaßnahmen besuchen können. Sie gewinnen damit einen Mehrwert für ihr Leben “
Benedikt Ruhmöller

Benedikt Ruhmöller

Bürgermeister der Stadt Ahlen
„Ich unterstütze den Freiwilligendienst aller Generationen, weil das ehrenamtliche Engagement für unsere Gesellschaft von ungeheurem Wert ist und immer wichtiger wird, aber auch nachhaltig gefördert werden muss.“
Termine
September 2010
Mo Di Mi Do Fr Sa So
35 30 31 1 2 3 4 5
36 6 7 8 9 10 11 12
37 13 14 15 16 17 18 19
38 20 21 22 23 24 25 26
39 27 28 29 30 1 2 3